Montag, 14. August 2017

Isle Of (No) Skye

Der befürchtete Mülllaster ist heute am frühen Morgen ausgeblieben, dafür hatte ich allerdings gegen Mitternacht Besuch! Ein Fahrzeug fuhr auf den kleinen Parkplatz, drehte mit extrem lauter Musik ein paar Runden auf dem winzigen Areal, hielt dann für ein paar Minuten und verschwand schließlich wieder in die Nacht! Immer wieder ein wenig "gruselig", wenn man irgendwo ganz allein in the middle of nowhere übernachtet; man weiß ja nicht, wer sich da so alles herumtreibt... Aber meistens sind's halt nur ausgelassene Jugendliche, die ihren Spaß haben und etwas Dampf ablassen wollen!

Leider regnete es auch heute den gesamten Tag über! Dazu lag bis zum späten Nachmittag wieder ein dicker Nebel über dem gesamten westlichen Schottland, so dass ich kaum Fotos machen konnte, die ich hier jetzt zeigen könnte.

Ich fuhr zunächst zum kleinen Ort Uig und von dort aus einmal komplett um die Nordspitze der Isle Of Skye. Das war wieder 'mal absolut spannend, denn zum einen fuhr ich durch eine wirklich schöne Landschaft, von der man trotz des miesen Wetters natürlich einiges mitbekam, andererseits verlief die Strecke wieder überwiegend auf single file roads, da war also sehr viel Aufmerksamkeit gefordert.

Kurz vor Staffin bog ich von der Küstenstraße nach rechts, Richtung Quiraing, ab, um ein weiteres Ziel, das ich mir bei der Reisevorbereitung ausgewählt hatte, anzusteuern. Der Quiraing ist eine geologische Formation im Norden der Insel und eine ihrer Hauptsehenswürdigkeiten; seine bizarren Formen locken viele Besucher an. Auf der Passhöhe befindet sich ein großer Parkplatz, der spektakuläre Aussichten bietet; dort könnte man mit dem WoMo auch über Nacht bleiben!

Ihr ahnt es schon, von all dem bekam ich leider absolut nichts mit! Als ich dort oben ankam, regnete es "Bindfäden" und die Sicht war gleich Null, eine Wanderung kam also nicht in Frage! Der Wetterbericht verhieß auch nichts Gutes, und so war ich ziemlich enttäuscht, dass ich unverrichteter Dinge wieder abziehen musste! Die Isle Of Skye ist ja eigentlich für ihren Dauerregen bekannt, aber ich hatte einfach gehofft, etwas mehr Glück zu haben. 

Notiz: Nach Rückkehr von dieser Reise unbedingt bei der Britischen Regierung beantragen, dass die Insel in "Isle Of No Skye" umbenannt wird!

Auch die weiteren landschaftlichen Sehenswürdigkeiten an der Ostküste, wie z.B. der Kilt Rock oder der Old Man of Storr fielen buchstäblich "ins Wasser", und so entschloss ich mich für die Flucht nach vorn!

Ich fuhr durch die Inselhauptstadt Portree (wo ich mich eigentlich etwas umsehen wollte, aber alle geeigneten Parkplätze komplett belegt waren) und verließ schließlich gegen 14:00 Uhr die Insel, um danach weiter in Richtung Norden zu fahren. Mein Ziel war die kleine Hafenstadt Ullapool. Von hier aus fahren die Fähren auf die Inseln der Äußeren Hebriden.
  
Nach der gestrigen Übernachtung auf dem trostlosen Recycling Point stand mir heute wieder der Sinn nach einem guten Campingplatz, und so war ich mit dem Broomfield Holiday Park, direkt am Wasser gelegen, und einem etwas erhöhten Stellplatz, von dem man direkt auf die Bucht schauen konnte, mehr als zufrieden.

Nach einer kleinen Pause, während der eine Dose Bier und ein halbe Packung Knabbergebäck das Zeitliche segnen mussten, sah ich mir den winzigen Ort an (ca. 1.500 Einwohner). Sehr viel gab's hier nicht zu Bestaunen, außerdem regnete es natürlich immer noch; ich war, nun schon das zweite Mal auf dieser Reise, wieder mit einem Regenschirm unterwegs...














Eigentlich wollte ich in einem der Lokale essen gehen, dort war es aber derart überfüllt, dass die Menschen teilweise draußen auf einen freien Tisch warten mussten, also kehrte ich zum WoMo zurück und "brutzelte" mir selbst ein leckeres Abendessen; es gab Leberkäse mit Spiegeleiern, dazu Kartoffelsalat.

Gegen Abend hatte der Himmel endlich ein Einsehen; es lockerte ein wenig auf und plötzlich kam etwas riesiges Gelbes zum Vorschein, dessen Name mir momentan partout nicht einfallen will! Ein schöner Sonnenuntergang (ach ja, Sonne!) über der Bucht versöhnte mich ein wenig. Und der Wetterbericht für morgen sah eigentlich auch gar nicht so schlecht aus... ;-)




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