Dienstag, 30. August 2016

Naturschutzgebiet Lüneburger Heide

Wow, die Wettervorhersage stimmte ausnahmsweise 'mal! Die Sonne grinste mir ins Gesicht und die Vögel piepsten aufgeregt um die Wette, als ich heute morgen meine Nase aus dem Wohnmobil steckte. Noch ist es zwar saukalt, aber das wird definitiv ein schöner Tag!

Also, ein paar Millisekunden für die "Katzenwäsche", ein schnelles Frühstück und dann 'rauf auf's Fahrrad! Wie schon erwähnt, wollte ich heute ja eine ähnliche Tour wie gestern machen, nur eben mit mehr Zeit und einer etwas abgeänderten Streckenführung.

Weil es noch sehr früh war, fuhr ich dieses Mal vom Parkplatz in Oberhaverbeck direkt zum Wilseder Berg. Schon die Fahrt dorthin war ein einziger Genuss; die Heideflächen waren fast überall noch mit Tau bedeckt.










Als ich den Wilseder Berg erreichte, war ich dort im Gegensatz zu gestern mutterseelenallein; erst etwas später kamen vereinzelt Wanderer dazu! Der Ausblick von dort oben war einfach der Hammer; was für ein riesiger Unterschied, wenn die Sonne scheint und dazu noch sehr tief steht...





Jetzt fuhr ich wieder nach Wilsede, wo ich mich allerdings nicht lange aufhielt. Auch hier sah wegen der frühen Stunde noch alles wie ausgestorben aus, eine tolle Atmosphäre.





Dieses Mal wollte ich direkt nach Osten fahren, nach Döhle, um danach Richtung Norden abzubiegen. Auch diese Strecke, die ich von gestern ja noch nicht kannte, führte mitten durch das superschöne Heidegebiet, und ich hielt gefühlte tausendmal an, um zu fotografieren. Nur die Wege sind manchmal etwas "gewöhnungsbedürftig", denn rund um Wilsede gibt es noch unzählige dieser alten Kopfsteinpflasterwege, mit runden(!) und sehr unregelmäßig verlegten Steinen, die wohl auch meine allerletzten Plomben lockern würden, wenn ich denn noch welche hätte! Nicht immer findet man rechts oder links des Wegs noch einen kleinen Sandstreifen, der mit dem Fahrrad natürlich etwas bequemer zu befahren wäre.





Döhle ist ein hübscher, kleiner Ort, in dem, so schien es mir fast, die Bewohner ihre Brötchen wohl überwiegend mit den allgegenwärtigen Kutschfahrten verdienen würden; überall sah ich, wie man die Kutschen und die wuchtigen Pferde für den heutigen Tag vorbereitete.



In Egestorf bestaunte ich die um 1645 gebaute, sehr sehenswerte Fachwerkkirche St. Stephanus, die, malerisch umgeben von Linden, mitten im Ort liegt; der ein wenig abseits stehende hölzerne Glockenturm hat mich stark an die norwegischen Stabkirchen erinnert, die ich im Sommer gesehen hatte.



Von Egestorf ging es über Sudermühlen und Sahrendorf wieder nach Undeloh, wo ich ja schon gestern war. Hier herrschte jetzt, gegen kurz nach Mittag, ein reges Treiben; Touristen wurden pausenlos energisch, aber dennoch freundlich auf Kutschen "verladen" und warteten, sichtlich entspannt, auf die Abfahrt...



Auch Undeloh hat mit St. Magdalenen eine niedliche kleine Kirche zu bieten, die so gar nicht wie ein typisches Gotteshaus aussieht; sie wurde wohl um 1100 gebaut und ist damit eine der ältesten Heidekirchen.



Letztes Ziel meiner heutigen Rundtour war wieder Wilsede, wo ich eine ausgiebige Mittagspause einlegte. Auch hier war jetzt viel sehr Betrieb; in einer der Gaststätten (nicht die mit der "leckeren" Bedienung...) bestellte ich mir eine Currywurst mit Pommes und musste sogar ein wenig warten, bis ich draußen im Biergarten endlich einen freien Platz fand. Bei diesem schönen Wetter wollten natürlich alle draußen sitzen. Danach ging es zurück zum WoMo nach Overhaverbeck; dabei wählte ich wieder eine etwas andere Strecke als gestern.



Die heutige Tour, mit knapp 32 km etwas länger als die gestern, hat mir wieder 'mal unglaublich viel Spaß gemacht, was natürlich nicht zuletzt am wirklich perfekten Wetter lag! Morgen verlege ich mein "Basiscamp" nach Amelingshausen; bin schon sehr gespannt, was mich da erwartet...

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